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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Waldstetten_(Ostalbkreis)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 10. Dezember 2010 [importiert am 26. Dezember 2010 (Permanentlink)] und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waldstetten
Waldstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waldstetten hervorgehoben
48.7666666666679.8202777777778387
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 387 m ü. NN
Fläche: 20,95 km²
Einwohner:

7.133 (31. Dez. 2009)[1]

Bevölkerungsdichte: 340 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73550
Vorwahl: 07171
Kfz-Kennzeichen: AA
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 079
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 1
73550 Waldstetten
Webpräsenz: www.waldstetten.de
Bürgermeister: Michael Rembold (parteilos)
Lage der Gemeinde Waldstetten im Ostalbkreis

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Waldstetten ist eine Gemeinde im Ostalbkreis im Osten von Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Im Jahr 2000 erhielt die Gemeinde das Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie

Datei:Waldstetten.jpg

Geographische Lage

Waldstetten liegt im östlichen Vorland der Schwäbischen Alb am Rand des Remstals zwischen 350 und 781 Metern Höhe. Es grenzt an das Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd.

Gemeindegliederung

Datei:Waldstetten Mitte.jpg

Zur Gemeinde Waldstetten mit der ehemaligen Gemeinde Wißgoldingen (seit 1972 zu Waldstetten) gehören 26 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur Gemeinde Waldstetten im Gebietsstand von 1971 gehören das Dorf Waldstetten, die Weiler Bläsishof, Tannweiler und Weilerstoffel, die Höfe Braunhof, Eichhölzle, Heckenhof, Herzenklingen (nach 1972), Hohenreute, Klossenhölzle, Oberer Zusenhof, Pfeilhalden, Saurenhof, Schlangeleshalden, Schlatthölzle, Schlatthof (1977), Tannhof und Unterer Zusenhof und die Häuser Bronnforst und Tiergarten sowie die abgegangenen Ortschaften Thierbach und Tierich. Zur ehemaligen Gemeinde Wißgoldingen gehören das Dorf Wißgoldingen und die Höfe Bödnis, Frauenholz, Kapellhaus, Krähberger Hof und Talmühle.[2][3]


Geschichte

Waldstetten wird 1275 als Walhstetten erstmals im Liber decimationis des Bistums Konstanz erwähnt, zu dem damals die katholische Pfarrei St. Laurentius zählte (heute Diözese Rottenburg-Stuttgart). Der Ortsname könnte „Siedlung des Wal(a)h“ oder „Siedlung der Welschen“ bedeuten (Reichardt II, S. 273).

Waldstetten gehörte im Mittelalter zum Besitz der Herren von Rechberg, deren Burg auf dem Eichhölzle im Städtekrieg 1449 von den Reichsstädten zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Auf dem Heimweg wurden die Gmünder in der Schlacht bei Waldstetten vernichtend geschlagen.

Zur rechbergischen Herrschaft Waldstetten gehörte von den heutigen Teilorten nur der Weiler Stoffel (1393: ze Stoffeln). Das 1605/11 von Hans Philipp von Rechberg erbaute Schlösschen wurde schon im Dreißigjährigen Krieg 1643 zerstört. An seine Stelle trat ein Amtshaus. Das Rittergut Waldstetten blieb bis 1672 rechbergisch, als Hans Wolf von Rechberg zu Rechberghausen und Waldstetten es für 35.500 Gulden an Joachim Gottfried Graf von Grafeneck (zu Eglingen bei Heidenheim) verkaufte: „Gebäude und Güter 10,140 fl. [Gulden], beständige Gefälle 902 fl., unbeständige 494 fl.; dazu alle Obrigkeit und Gerichtsbarkeit, jus patronatus und leibeigene Leute“ (OAB S. 449). Der Sohn des Käufers Gottfried Anton verkaufte Waldstetten 1699 dem Stiftskapitel der Fürstpropstei Ellwangen, Graf Franz Albert von Rechberg, der ein Vorkaufsrecht geltend zu machen versuchte, hatte das Nachsehen. Mit Ellwangen kam Waldstetten 1802/03 an Württemberg. Der Ort wurde dem Oberamt Gmünd zugeteilt. Im 18. Jahrhundert kam das Handwerk der Pfeifenmacherei auf (1790/1800 waren 60 Meister damit beschäftigt). In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beeinflusste das Gewerbe im benachbarten Gmünd die Waldstetter Wirtschaft, als man Beindreherei betrieb, Neusilberarbeiten fertigte und Pfeifenköpfe schnitzte.

Das 1824 erteilte Marktrecht (für Vieh- und Krämermarkt) ruht derzeit. Über den Landkreis Schwäbisch Gmünd (seit 1934) kam Waldstetten durch die Kreisreform 1973 an den neuen Ostalbkreis.

Am 1. Februar 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Wißgoldingen nach Waldstetten eingemeindet.

Tannweiler

Datei:Reiterleskapelle.jpg

Tannweiler (angeblich 1441 Hof zum Tanner, wenn damit nicht der zum Rittergut Wißgoldingen gehörige Tannhof bei Weilerstoffel gemeint sein sollte, im 16. Jahrhundert Danweyler) gehörte zum Rittergut Winzingen. Von dessen Eigentümern, den von Bubenhofen, erwarb den Hof 1719 das Stiftskapitel Ellwangen für seine Waldstetter Herrschaft. Der Ort kam daher mit Waldstetten an Württemberg.

Oberhalb Tannweilers liegen nicht nur die Reiterleskapelle von 1714, ein populäres Ausflugsziel, sondern auch die sagenumwobenen Burgställe Graneggle und das Rechbergle mit seinem Schwarzhornhaus (Selbstversorgerhaus) und neuerdings mit seinem NaturHochseilgarten Schwarzhorn.

Wißgoldingen

Datei:Wissgoldingen.jpg

Auch dieser Ort wird 1275 in der gleichen Quelle wie Waldstetten als Wisgoltingen erstmals erwähnt. Der Name wird vom erschlossenen Rufnamen Wisgold abgeleitet (Reichardt II, S. 304).

„Die Urkunden gedenken dieses Ortes selten“ (OAB, S. 466). Bis zum Erlöschen des Rechberg-Donzdorfer Zweigs im Mannesstamm 1732 war das Rittergut Wißgoldingen im Besitz der Herren von Rechberg. Die Schwestern des letzten Grafen Alois verkauften es 1735 an Württemberg, doch der vom Ritterkanton Kocher der Reichsritterschaft angerufene Reichshofrat entschied, dass es bei der Ritterschaft verbleiben solle. Diese überließ es 1742 dem Ritterhauptmann vom Holz auf Alfdorf. 1806 kam es von denen vom Holz an Württemberg.

Religionen

Datei:Waldstetten Laurentius 2009.jpg

Da die Herren von Rechberg römisch-katholisch blieben, galt dies auch für Waldstetten und Wißgoldingen.Für die wißgoldingische Pfarrkirche ist bei der Weihe 1616 das Patrozinium Johannes d. T. und Katharina angegeben.

Ein Zeugnis bäuerlicher Frömmigkeit ist in Weilerstoffel die von der Gemeinde erbaute und 1763 fertiggestellte Kapelle, die dem Viehheiligen St. Patrizius gewidmet ist.

Politik

Bürgermeister

Bei der Bürgermeisterwahl am 15. März 2009 wurde Michael Rembold (parteilos) mit 99,3 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 57 Prozent ohne Gegenkandidaten zum zweiten Mal in seinem Amt bestätigt. [4]


Gemeinderat

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlen immer noch die genauen Ergebnisse UB/FWV, das Statistische Landesamt addiert diese Parteien leider, Online-Zugriff auf Gmünder Tagespost hilft wohl auch nicht, wer kann im Stuifenboten schauen? --Derweber 19:56, 23. Feb. 2010 (CET)
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Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:

Partei Anteil in Prozent Gewinn/Verlust Sitze
CDU 51,2 % +1,8 9 Sitze (-)
Freie Wähler 7 Sitze (−1)
Unabhängige Bürger 2 Sitze (+2)

Partnerschaften

Datei:Malzéville-Jumelage.jpg


Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Mittlere und kleinere Betriebe dominieren.

Der 1928 gegründete in Waldstetten ansässige Küchenhersteller Leicht Küchen beschäftigt in Deutschland rund 850 Mitarbeiter.[5]

Zusammen werden in Waldstetten etwa 2500 Arbeitnehmer beschäftigt.

Bildung

Mit der Franz-von-Assisi-Schule verfügt Waldstetten über eine Realschule. Mit der Bergschule gibt es eine Grund- und Hauptschule im Kernort und zudem eine reine Grundschule in Wißgoldingen. Außerdem hat Waldstetten eine Musik- und Kunstschule. Für die Kleinsten gibt es vier römisch-katholische Kindergärten.

Regelmäßige Veranstaltungen

Der Albmarathon, ein 50 Kilometer langer Ultramarathon, führt regelmäßig durch die Gemeinde.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Bernhard Rieger (* 1922 im Ortsteil Wißgoldingen), katholischer Theologe und ehemaliger Weihbischof des Bistums Rottenburg-Stuttgart

Literatur

  • Beschreibung des Oberamts Gmünd. Stuttgart 1870, S. 445–451 (zitiert: OAB)
  • Das Land Baden-Württemberg, Bd. 4, Stuttgart 1980, S. 796–799 ISBN 3-17-005708-1
  • Angelika Rieth-Hetzel, Zeitzeichen. Geschichte und Geschichten aus Waldstetten Wißgoldingen. Waldstetten 1991 (keine ISBN)
  • Lutz Reichardt, Ortsnamenbuch des Ostalbkreises. Teil II: M–Z. Stuttgart 1999 ISBN 3-17-015352-8
  • Der Ostalbkreis, Aalen 2004, S. 420–421 ISBN 3-00-014978-3
  • Angelika Rieth-Hetzel, Gemeinde Waldstetten Heimatbilder. Waldstetten 2005 (keine ISBN)

Weblinks

Commons-logo.svg <Lang> Commons: Waldstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2009 (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 796–799
  3. Betz-Krieg, Friedgund Waldstetter Bauernhöfe Gaiser Print Media, Schwäbisch Gmünd 2008
  4. Staatsanzeiger Nr. 10 vom 20. März 2009, Seite 14
  5. Firmenprofil bei wer-zu-wem.de
en:Waldstetten

eo:Waldstetten (distrikto Ostalb) fr:Waldstetten (Bade-Wurtemberg) id:Waldstetten it:Waldstetten (Baden-Württemberg) nl:Waldstetten (Ostalbkreis) pl:Waldstetten (Badenia-Wirtembergia) pt:Waldstetten ro:Waldstetten (Ostalbkreis) ru:Вальдштеттен (Остальбкрайс) sr:Валдштетен (Осталбкрајс) vo:Waldstetten (Baden-Württemberg) war:Waldstetten

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