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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Uhingen
Uhingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Uhingen hervorgehoben
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Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 295 m ü. NN
Fläche: 24,79 km²
Einwohner:

13.721 (31. Dez. 2009)[1]

Bevölkerungsdichte: 553 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73062–73066
Vorwahlen: 07161, 07163
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 051
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchstraße 2
73066 Uhingen
Webpräsenz: www.uhingen.de
Bürgermeister: Matthias Wittlinger (CDU)
Lage der Stadt Uhingen im Landkreis Göppingen

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Uhingen ist eine Stadt im deutschen Bundesland Baden-Württemberg und liegt etwa 35 km östlich von Stuttgart im Filstal.

Geographie

Geographische Lage

Uhingen liegt im Filstal rund sechs Kilometer westlich von Göppingen. Der Hauptort erstreckt sich über zwei Berghänge (Haldenberg / Wurmberg und Wasserberg) und das dazwischen liegende Filstal. Die Stadt liegt im Landkreis Göppingen und gehört damit zur Region Stuttgart und zum Regierungsbezirk Stuttgart.

Stadtgliederung

Zu Uhingen gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Baiereck, Holzhausen und Sparwiesen. Zur ehemaligen Gemeinde Baiereck gehören das Dorf Baiereck und die Weiler Nassach und Unterhütt sowie die abgegangene Ortschaft Fliegenhof. Zur ehemaligen Gemeinde Holzhausen gehören das Dorf Holzhausen sowie die abgegangene Ortschaft Erlenschwang. Zur ehemaligen Gemeinde Sparwiesen gehört das Dorf Sparwiesen. Zur Gemeinde Uhingen in den Grenzen von 31. August 1971 gehören die Stadt Uhingen, die Weiler Diegelsberg, Nassachmühle, Schloss und Gehöft Filseck, das Gehöft Weilenberger Hof und die Häuser Charlottenhof und Kies.[2] Die Stadt Uhingen gliedert sich in den Kernort Uhingen und in die drei Stadtteile Holzhausen, Nassachtal/Diegelsberg (Baiereck, Diegelsberg, Nassach, Nassachmühle) und Sparwiesen.[3]

Gewässer

Von Ost nach West fließt die Fils, ein Zufluss des Neckars. Innerhalb des Stadtgebiets zweigt sich auf der Nordseite für ca. 870 m ein Kanal ab. Folgende Bäche fließen von Ost nach West der Fils zu:

  • Pfuhlbach, linker Filszufluss
  • Blaubach, rechter Filszufluss
  • Butzbach, linker Filszufluss
  • Unterlochbach, rechter Filszufluss
  • Nassach, rechter Filszufluss

Am westlichen Ende der Stadt befindet sich der Epplesee, südlich zwischen der Kernstadt und Sparwiesen der einem Naturschutzgebiet zugehörige Charlottensee.

Geschichte

Datei:Uhingen by Margret Hofheinz-Döring.jpg

Der Ortsname von Uhingen reicht in die Merowingerzeit zurück. Er überliefert den Namen eines gewissen Uigo, dem in der Frühgeschichte des Ortes als Sippenältestem, als Grundherrn oder gar als Siedlungsgründer eine wichtige Rolle zukam. Die Besiedelung wird durch Bodenfunde eines Gräberfeldes aus dem 6./7. Jahrhundert belegt. Im Unterschied zum spätmittelalterlichen Ort liegen diese jedoch nördlich der Fils.

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgt im Zehntregister des Bistums Konstanz vom Jahre 1275. Damals war der größte Teil des Ortes im Besitz der Grafen von Aichelberg, die ihn 1332 an ihre Gläubiger, die Grafschaft Württemberg, verkauften. Zur Uhinger Gemarkung gehörten zunächst weitere Gebiete. Sie reichte vom Marbach im heutigen Faurndau über Wangen-Niederwälden und Holzhausen nach Diegelsberg und weiter über den Schafhof bei Albershausen nach Sparwiesen. Der Umstand, dass Reustadt bei Hattenhofen und Bezgenriet im Mittelalter kirchlich zur Pfarrei Uhingen zählten, könnte ein Hinweis darauf sein, dass selbst diese Ortschaften mit Uhingen eng verbunden sind.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bildete Uhingen zusammen mit Sparwiesen und Diegelsberg ein Stabsamt, dem der Stabsschultheiß, meist ein herzoglicher Beamter, vorstand. Im Jahre 1847 erfolgte durch den Eisenbahnbau der Anreiz für einige Firmen, hier eine Fabrik zu errichten. In dieser Zeit begann hier auch die Textilindustrie mit der Produktion in den Bereichen Weberei und Textilausrüstung.

In den 1920er Jahren schaffte die Motorisierung die Voraussetzung für das Wachstum der Metallindustrie in der Region. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm die wirtschaftliche Kraft des Raumes und die weite Streuung der Gewerbe stark zu. Die Stadtrechte wurden Uhingen am 1. Juni 1997 verliehen.

Wappen und Eingemeindungen

Baieeck
  • 1. September 1971: Baiereck
Holzhausen
  • 1. Januar 1972: Holzhausen
Sparwiesen
  • 15. März 1972: Sparwiesen

Religionen

Es gehören

  • 53,4 % der Einwohner der evangelischen,
  • 31,1 % der Einwohner der römisch-katholischen und
  • 5,8 % der Einwohner einer islamischen Religionsgemeinschaft an.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1837 und 2005.

Datum Einwohner
1837 2093
1907 3429
17. Mai 1939 4851
13. September 1950 7.493
27. Mai 1970 11.769
31. Dezember 1983 11.834
31. Dezember 2005 13.895

Politik

Stadtrat

(Wahl am 13. Juni 2004; 26 statt 27 Sitze)

FWG 38,0 % (+9,1) – 10 Sitze (+2)
SPD 26,1 % (−6,5) – 7 Sitze (=)
CDU 26,0 % (−1,3) – 7 Sitze (=)
FDP/DVP 9,9 % (−1,3) – 2 Sitze (−1)

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Am 24. April 2005 wurde Matthias Wittlinger zum neuen Bürgermeister gewählt. Bisherige Amtsträger:

  • 1964–1981: Karl Gerhard Jahn
  • 1981–2005: Klaus Walter (FWV)
  • seit 2005: Matthias Wittlinger (CDU)

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein silberner Wellenbalken und ein rechtes silbernes Obereck.“

Als Fleckenzeichen, das auch auf Marksteinen eingehauen war, wurde im 18. Jahrhundert ein „Gänsfuß“ erwähnt. Das jetzige Wappen geht auf einen Vorschlag der Archivdirektion Stuttgart vom Jahre 1912 zurück. Es verbindet den roten Schild mit dem silbernen Obereck – das Wappen der Grafen von Aichelberg, die bis 1332 den größten Teil des Ortes besaßen – mit dem Wellenbalken als Symbol für die Fils, die durch den Ort fließt. [4]


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Straße

Zu erreichen ist Uhingen über die Bundesstraßen 10, die direkt am Ort vorbeiführt, und 297 (LorchTübingen).

Bahnhof

Uhingen hat auch einen eigenen Bahnhof an der Filstalbahn (StuttgartUlm). Neben den beiden Hauptgleisen Richtung Stuttgart und Ulm stehen mehrere Rangiergleise zur Verfügung, die bis Mitte der 90er täglich benutzt wurden. Zudem hat die Firma Allgaier einen eigenen Gleisanschluss, der noch heute häufig genutzt wird, um Rohware oder fertige Bauteile zu befördern; hierzu steht eine Köf als Rangierlok zur Verfügung. Bis Mitte des Jahres 2005 stand auch noch ein drittes Gleis mit Bahnsteig zur Verfügung. Die DB Netz baute es ab, wie viele Gleise und Weichen in den letzten Jahren, die im Normalbetrieb nicht benötigt werden. Dies führt vermehrt zur Weitergabe und Verstärkung von Verspätungen, da jetzt keine Züge mehr in Uhingen halten können, um überholt zu werden. Dies ist nun nur noch am Bahnhof Göppingen und Ebersbach möglich.

Bus

Öffentlicher Personennahverkehr

Uhingen ist Knotenpunkt des regionalen Nahverkehrs. Hier halten nicht nur die Regionalbahnen der DB, sondern auch sämtliche Regionalbuslinien im unteren Filstal. Nach Göppingen führen unter anderem die Regionallinien 261, 7672, 178, nach Ebersbach kommt man schnell mit den Buslinien 261 und 7673, nach Kirchheim mit der Linie 178 und in die Ortsteile Nassachtal und Diegelsberg mit den Linien 7672 und 7673. Nach Hattenhofen über Sparwiesen führt die Linie 22 und nach Holzhausen bzw. Albershausen führt jeweils noch die Linie 2. Diese Linien sind alle in die Verkehrsgemeinschaft Stauferkreis integriert (Stand: Fahrplanperiode 2008/2009).

Bürgerbus

Seit dem 22. Dezember 2008 fährt der Bürgerbus ULi (Uhinger Linie) stündlich auf drei verschiedenen Strecken durch Uhingen. Ein Einzelfahrschein kostet unabhängig von der Entfernung 1 €. Die Fahrgäste werden durch ehrenamtliche Fahrer befördert. Betrieben wird der ULi vom Bürgerbus-Verein Uhingen, welcher sich durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Das Logo wurde in einer Schüler-AG entworfen, der Name aus den Einsendungen einer Bürgerbefragung ausgewählt.

Luftverkehr

Die Strecke von Uhingen zum internationalen Flughafen Stuttgart beträgt etwa 30 km.

Ansässige Unternehmen

Datei:Allgaier-Kaelble R22 1948.JPG

Größtes Unternehmen am Ort ist die Firma Allgaier, die Werkzeuge, Pressteile und Komponenten für die Automobilindustrie sowie Sieb- und Aufbereitungsanlagen herstellt. Bekannt ist diese Firma auch für ihre in früheren Zeiten hergestellten Traktoren.

Überregional bekannt ist die Adolf Bosch KG, Hersteller der schwäbischen Backware Wibele.

Es finden sich in Uhingen hauptsächlich mittelgroße und kleinere Industriebetriebe in verschiedenen Bereichen. Insgesamt gibt es circa 3.700 Arbeitsplätze.

Öffentliche Einrichtungen

  • 7 Kirchen (Hauptort: 2)
  • Freibad
  • Haldenberghalle mit Hallenbad
  • Haldenberg-Stadion
Datei:Uditorium.jpg
  • Stadthalle Uditorium mit einem großen (ca. 600 Plätze) und einem kleinen (180 Plätze) Saal
  • Stadtbücherei
  • Rettungswache des Malteser-Hilfsdienstes
  • 6 Feuerwehrhäuser der Freiwilligen Feuerwehr (Uhingen, Baiereck, Diegelsberg, Holzhausen, Nassach, Sparwiesen)[5]

Bildung

  • Hieberschule Uhingen: Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule
  • Grundschule Holzhausen
  • Grundschule Sparwiesen
  • Grundschule Nassachmühle
  • Haldenberg-Realschule
  • Filseckschule (Sonderschule für Lernbehinderte)
  • Musikschule
  • Volkshochschule
  • 11 Kindergärten mit 21 Gruppen und 520 Plätzen (Hauptort: 6, 10 Gruppen, 245 Plätze)
  • 1 Kindertagesstätte mit 4 Gruppen und 86 Plätzen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Heimatmuseum
  • Photohistorisches Museum
Datei:Rathaus Uhingen.jpg
Datei:Cäcilienkirche Nordseite.jpg

Bauwerke

Uhinger Rathaus
Seit über 500 Jahren Sitz der Verwaltung mit schöner Fachwerkfassade, welches im Jahre 1972 freigelegt wurde.
Cäcilienkirche
mit dem Rathaus eines der ältesten Gebäude in Uhingen hat eine reich verzierte Kanzel aus dem Jahr 1693.
Schloss Filseck
wurde als Burg um 1230 erbaut. Unter Burkhardt von Berlichingen erfolgte 1597/1598 der Umbau zum Schloss. Im Jahr 1971 wurden die Ökonomieflügel das Opfer eines Großbrandes. Erst 1989–1994 konnte das Schloss wieder instandgesetzt werden.
Der Berchtoldshof
wurde im Jahre 1477 erstmals erwähnt und ist heute die Stadtbücherei.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zum „Kandelhock“, der größten gemeinschaftlichen Veranstaltung der Vereine in Uhingen, kommen jedes Jahr, stets am letzten Juni-Wochenende, immer tausende Besucher nach Uhingen.

Persönlichkeiten

  • Dieter Hundt, Arbeitgeberpräsident und Geschäftsführer der Firma Allgaier
  • Martin Cleß, (1491–1552) Pfarrer und Reformator
  • Johannes von Hieber, (* 25. Juni 1862 in Waldhausen bei Lorch, † 7. November 1951 in Uhingen), liberaler Politiker und Staatspräsident in Württemberg
  • Simon Schempp (* 1988), deutscher Biathlet, wuchs in Uhingen auf.

Weblinks

Commons-logo.svg <Lang> Commons: Uhingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2009 (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 341–344
  3. Homepage der Stadt Uhingen
  4. Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg Band 1 Seite 132; Herausgeber: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg 1987 ISBN 3-8062-0801-8
  5. Feuerwehrhäuser, Freiwillige Feuerwehr Uhingen, Abteilung Diegelsberg
en:Uhingen

eo:Uhingen fr:Uhingen it:Uhingen nl:Uhingen pl:Uhingen pt:Uhingen ro:Uhingen ru:Уинген sr:Ухинген vi:Uhingen vo:Uhingen war:Uhingen

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