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Schloss Taxis, auch Schloss Trugenhofen genannt, steht in Dischingen im Landkreis Heidenheim. Es besteht aus mehreren Gebäuden, unter anderem dem Cavalierbau, Theaterbau, Kapellenbau, Prinzenbau sowie dem Fürstenbau im unteren und oberen Schlosshof.

Im ehemaligen Küchenbau ist heute ein Jagdkundemuseum untergebracht. Ansonsten ist die Anlage nicht zu besichtigen,[1] aber der an das Schloss angrenzende Englische Wald ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Geschichte

Das heutige Schloss war im Mittelalter Standort der Burg Trugenhofen. Ihre Bewohner, die Herren von Trugenhofen, waren Reichsministeriale. Die Burg ging später in den Besitz der Grafen von Oettingen, dann der Herren von Hürnheim zu Katzenstein, der Herren von Westernach, der Schenken von Castell, der Herren von Leonrod und schließlich 1734 an den zweiten Fürsten von Thurn und Taxis, Anselm Franz von Thurn und Taxis, über.

Im Laufe der Jahre ließ die fürstliche Familie die Burg zur repräsentativen Sommerresidenz erweiterten. Bedeutende Baumeister ihrer Zeit wie Joseph Dossenberger, Johann Georg Hitzelberger und Thomas Scheidhauf erhielten Bauaufträge. An höchster Stelle des Areals steht das dreigeschossige Neue Schloss, ein rechteckiger satteldachgedeckter Renaissancebau mit drei querstehenden helmdachgedeckten Ecktürmen. Mehrere Gartenanlagen umgrenzen den nördlichen, westlichen und östlichen Schlossbereich.

Der vierte Fürst von Thurn und Taxis, Karl Anselm von Thurn und Taxis, verbannte nach mehreren Suizidversuchen seine erste Ehefrau, Prinzessin Auguste von Württemberg, 1776 unter strengem Hausarrest nach Schloss Trugenhofen. Mit königlicher Erlaubnis erfolgte 1817 die Umbenennung des Schlosses Trugenhofen in Schloss Taxis. Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis starb dort am 15. Juli 1827 und seine Frau Therese zu Mecklenburg am 12. Februar 1839.

Literatur

  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 6: Ostalp. Biberacher Verlag- und Druckgesellschaft, Biberach 1995, S. 47–56.
  • Ursula Angelmaier: Die Umbenennung von Schloß Trugenhofen in Schloß Taxis. In: Heimat- und Alterumsvereins Heidenheim (Hrsg.): Jahrbuch 1999/2000. Eigenverlag, Heidenheim 2000, ISSN 0931-5608.
  • Ursula Angelmaier: Carl Anselm Fürst von Thurn und Taxis (1733–1805) und seine Sommerresidenz. In: Heimat- und Alterumsvereins Heidenheim (Hrsg.):Jahrbuch 2007/2008. Eigenverlag, Heidenheim 2008, ISSN 0931-5608.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. zentrum-ostalb.de, Zugriff am 23. Juni 2009.
48.69181944444410.371919444444
en:Schloss Taxis

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