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SV-Metlangen-Reitprechts-Wappen

Der Schützenverein Metlangen-Reitprechts 1919 e. V. ist ein Schützenverein aus den Gmünder Ortsteilen Metlangen und Reitprechts. Er ist unter der Vereinsnummer 3410 im Schützenkreis Schwäbisch Gmünd organisiert.

Daten

Schützenverein Metlangen-Reitprechts 1919 e. V.
Gründung 1919
Vorstand Herbert Gräßle
Adresse Dorfgasse 17; 73529 Schwäbisch Gmünd
Homepage www.schuetzenverein-metlangen-reitprechts.de
Abteilungen Schießen, Tauziehen

Geschichte

1919 bis 1946

Der Verein wurde 1919 von den Metlanger Bürgern August Hirner, Patriz Schurr, Alois Schurr, Josef Frey und Johannes Nagel gegründet, die sich anschließend gemeinsam ein Gewehr kauften und zunächst hinter dem Haus von Patriz Schurr ihre Schießübungen abhielten. Nach kurzer Zeit wuchs der Verein auf 12 Mitglieder an, Vereinslokal wurde das Gasthaus Stern in Metlangen.

1923 übernahm man erstmals mit einem Gau-Geflügelschießen die Austragung einer größeren Schießveranstaltung. Im Garten von Josef Frey wurden unter großen Mühen 25 Schießstände errichtet. An der Veranstaltung nahmen 85 Schützen teil, was für damalige Verhältnisse eine Sensation darstellte.

1924 wurde das Vereinslokal nach einem Disput mit dem Stern-Wirt nach Reitprechts in den „Hirsch“ verlegt.

Der Verein erwarb eine Vereinsfahne, die 1927 in der Sankt Cyriakuskirche Straßdorf geweiht und im feierlichen Umzug nach Metlangen geführt wurde. Nach den erfolgreichen Feierlichkeiten zur Fahnenweihe wurde beschlossen, jährlich ein Waldfest abzuhalten. Bei der Feier 1928, so wird berichtet, wurden 1.260 Liter Bier ausgeschenkt.

Nach der Ausrichtung des Gauschießens 1930 in Reitprechts beschloss der Verein, ein eigenes Schützenhaus zu bauen. Dieses konnte 1933 gegenüber dem Gasthaus „Zum Hirsch“ eingeweiht werden. Nach kontroversen Diskussionen der Vereinsmitglieder wurde der Verein 1934 in Schützenverein Metlangen-Reitprechts umbenannt. Mitglieder von Lenglingen, Rechberg und Straßdorf fühlten sich im neuen Vereinsnamen nicht berücksichtigt.

Ab 1937 konnte nach teils großen Widerstand, u. a. vom Straßenbauamt, von der Bahnmeisterei und dem Oberamt, der Bau eines neuen Kleinkaliberschießstand im Gewand „Boden“ begonnen werden, Materialien und Arbeitsleistung wurden durch Haussammlungen und Ehrenamt erbracht. So spendete die Familie Klink vom benachbarten Ziegerhof einen Baum mit 12 Meter Länge. Die Eröffnung und Einweihung erfolgte am 16. Juli 1939 und verband auch das 20-jährige Vereinsjubiläum, das am 23. Juli mit einem Gartenfest und einem Kinderfestzug im Garten des „Stern“ gefeiert wurde. Bürgermeister Beck und Gauvorstand Hinderberger hielten hierzu Ansprachen. Am Kleinkaliberschießen, das anlässlich der Einweihung durchgeführt wurde, beteiligten sich fast 40 Schützen.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kam das Vereinsleben zum Erliegen. Die Vereinsfahne wurde 1945 versteckt, um sie vor dem Zugriff der US-Streitkräfte zu sichern, die Gewehre hingegen wurden von den Amerikanern vernichtet. 1946 musste auf Veranlassung des Bürgermeisters der Schießstand, Schützenhaus und der Kugelfang abgebaut werden, was vom Vereinsgründer Patriz Schurr persönlich ausgeführt wurde. Der Verein stand zu dieser Zeit vor dem Aus.

Ab 1946

Am 21. Oktober 1951 berieten 23 Interessierte über eine Neugründung des Vereins, und bereits am 4. November 1951 konnte mit der Wahl von Patriz Schurr zum Vorstand der Verein mit 29 Mitglieder wiederbelebt werden. Durch Spenden konnte zudem ein neues Gewehr angeschafft werden. In der 1. Hauptversammlung im Dezember waren die zwei Haupttagespunkte die Veranstaltung eines Faschingsballs und der Neubau eines Schießstandes. 1952 wurden die Gründungsmitglieder von 1919 zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Nach Meinungsverschiedenheit mit dem „Stern“-Wirt wurde der Vereinssitz nach Reitprechts verlegt und dort 1955 ein neuer Schießstand errichtet. Seit 1957 wird alljährlich eine Schützenkette ausgeschossen.

1975 konnte nach harter Arbeit das heutige Schützenhaus im Bereich des Giesbach, zehn Jahre später die Schießhalle mit 11 Ständen eingeweiht werden.

Mannschaften

Schießsport

Der Verein stellt heute fünf aktive Luftgewehr- und eine Luftpistolenmannschaft im Spielbetrieb, ferner eine Jugendabteilung.

Tauziehen

Angeregt durch eine Ausschreibung in der Gmünder Tagespost meldeten sich einige junge Männer aus dem Verein zu einem Tauziehwettbewerb und traten unter dem Namen „Knorrige Eiche Giesbach“ 1981 zum ersten Mal zum Kräftemessen in Wetzgau an. Durch den überraschenden 2. Platz meldete sich die Mannschaft in den folgenden Jahren auf sämtliche in der näheren Umgebung stattfindenden Tauziehwettbewerbe na. 8 Jahre in Folge war die Mannschaft Sieger beim Tauziehwettbewerb der Gmünder Tagespost in Wetzgau.Der Tauziehsport fand im Verein so viele Anhänger, dass häufig eine 2. Mannschaft zu den Turnieren gemeldet werden konnte, zeitweilig sogar eine Damenmannschaft, die „Bärenmädla“.

Vorstände

1946–1956 Patriz Schurr
1956–1963 Hermann Krieg
1963–1965 Helmut Hokenmaier
1965–1976 Franz Huber
1976–1994 Anton Heilig
seit 1994 Herbert Gräßle

Quelle

Literatur

  • Festschrift „75 Jahre Schützenverein Metlangen-Reitprechts“, 1994

Weblinks

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