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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Süßen
Süßen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Süßen hervorgehoben
48.6797222222229.7575364
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 364 m ü. NN
Fläche: 12,78 km²
Einwohner:

9.932 (31. Dez. 2009)[1]

Bevölkerungsdichte: 777 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73079
Vorwahl: 07162
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 049
Adresse der
Stadtverwaltung:
Heidenheimer Straße 30
73079 Süßen
Webpräsenz: www.suessen.de
Bürgermeister: Marc O. Kersting
Lage der Stadt Süßen im Landkreis Göppingen

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Süßen ist eine Stadt in Baden-Württemberg. Sie gehört zum Landkreis Göppingen in der Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart. Süßen liegt im Filstal zwischen Stuttgart (49 km) und Ulm (45 km).

Geographie

Geographische Lage

In Süßen mündet die Lauter in die Fils. Das Stadtgebiet reicht von 360 m bis 405 m.

Stadtgliederung

Zu Süßen gehört das Gehöft Näherhof.[2]

Geschichte

Süßen wurde 1071 als Siezun erstmals im Lorscher Codex erwähnt. Großsüßen gehörte zunächst den Grafen von Helfenstein, die es 1382 an Ulm verpfändeten. Kleinsüßen gehörte hingegen den Herren von Rechberg. Nach dem Tod von Philipp von Rechberg fiel der Ort 1529 an die Familie Pappenheim, die ihn 1553 an die Herren von Bubenhofen weitervererbten.

Im Rahmen der Mediatisierung nach dem Reichsdeputationshauptschluss kam Großsüßen 1802 an Bayern. 1810 wurde es nach einem Gebietstausch württembergisch, was Kleinsüßen seit der Mediatisierung schon war. Beide Orte wurden dem Oberamt Geislingen zugeordnet.

Mit Eröffnung der Filstalbahn 1847 erreichte die Eisenbahn Kleinsüßen. 1933 wurden Groß- und Kleinsüßen zur neuen Gemeinde Süßen vereinigt. Die Kreisreform 1938 führte zur Zugehörigkeit zum Landkreis Göppingen. Am 1. Juli 1996 wurde Süßen zur Stadt erhoben.

Religionen

Während im zu Ulm gehörenden Großsüßen 1539 die Reformation eingeführt wurde, blieb das pappenheimische Kleinsüßen römisch-katholisch.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1837 und 2007.

Datum Einwohner
1837 1.440
1907 2.425
17. Mai 1939 3.925
13. September 1950 5.946
27. Mai 1970 8.258
31. Dezember 1983 8.433
1. Januar 2007 10.254

Politik

Gemeinderat

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 27,0 % −5,6 % 5 Sitze −1
FDP/AFW 29,3 % +1,9 % 5 Sitze ±0
SPD 22,4 % −1,4 % 4 Sitze ±0
Die Grünen 21,4 % +5,3 % 4 Sitze +1

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird alle acht Jahre direkt gewählt.

  • 1990–1998: Rolf Karrer (SPD)
  • 1998–2010: Wolfgang Lützner (CDU)
  • seit 2010: Marc Kersting (CDU)

Wappen

Blasonierung: „Über einer erniedrigten Schildteilung oben in Silber drei rote Zickzackbalken (der unterste angeschnitten), darunter von Schwarz und Silber geteilt.“

Nach der im Jahre 1933 erfolgten Vereinigung von Groß- und Kleinsüßen nahm die Gemeinde Süßen das jetzige Wappen an. Es verbindet die Zickzackbalken der Herren von Bubenhofen, die einst Kleinsüßen besessen hatten, mit dem von Schwarz und Silber geteilten Schild der Reichsstadt Ulm als der ehemaligen Besitzerin von Großsüßen. Das Innenministerium verlieh die Flagge am 13. März 1958.[3]

Flagge: Rot-Weiß (Rot-Silber).

Partnerstädte

Mit der ungarischen Stadt Törökbálint/Großturwall besteht eine Städtepartnerschaft. Diese Beziehung ergab sich da am 26. Februar 1946 der erste Gruppentransport mit 266 Ungarndeutschen von dort nach Süßen kam.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Süßen ist durch die Bundesstraßen 10 und 466 an das überregionale Straßennetz angeschlossen.

Die Filstalbahn (StuttgartUlm) bindet Süßen an das Streckennetz der Bahn an. Am Bahnhof Süßen halten nur Züge des Regionalverkehrs (Regionalbahn und -express). Die früher nach Weißenstein führende Lautertalbahn ist hingegen stillgelegt. Es führen des weiteren Buslinien nach Geislingen, Göppingen und Heidenheim. Diese sind bis an die Kreisgrenze in die Verkehrsgemeinschaft Stauferkreis VGS integriert.

Bildung

Neben der Geschwister-Scholl-Realschule und der J.-G.-Fischer-Grund-, Haupt- und Werkrealschule gibt es mit der Hornwiesenschule noch eine reine Grundschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kultureinrichtungen der Stadt Süßen

Kolping-Musikschule

Datei:Süßen; Musikschule.jpg

In der Musikschule können Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein Instrument erlernen, im Einzel- oder Gruppenunterricht. Außerdem werden verschieden Ensembles angeboten und mehrmals im Jahr organisiert die Musikschule Workshops in verschiedenen Musikrichtungen. Außerdem finden regelmäßig Vorspiele der einzelnen Klassen oder auch größere Konzerte statt.

Stadtbücherei

Im alten Amtshaus befindet sich die Stadtbücherei mit einem großen und vielfältigen Angebot von Medien. Regelmäßig werden Lesungen und Kinderveranstaltungen organisiert.

Volkshochschule Süßen

Die VHS Süßen hat ein vielfältiges Angebot in allen bekannten Fachbereichen. Im September und Februar beginnen die zwei Semester. Je Jahr werden ca. 400 Kurse, Einzelveranstaltungen, Fahrten oder Workshops geplant. Außerdem arbeitet die VHS eng mit Vereinen und anderen Kultureinrichtungen zusammen um das Angebot zu optimieren. Die Geschäftsstelle befindet sich im Rathaus.

Bauerngarten

Datei:Süßen; Bauerngarten.jpg

Der Bauerngarten mit Blumenstauden, Sommerblumen, Heil- und Gewürzkräutern wird von den Landfrauen betreut.

Bauwerke

  • „Historischer Brunnen“, errichtet im September 1981. Der Brunnen stellt Episoden aus der Geschichte Süßens dar. Entworfen wurde er von Emil Jo Homolka, einem 1925 in Stuttgart geborenen Künstler. Er verwendete dabei Begebenheiten aus der Ortsgeschichte, die bei dem Festzug zur 900-Jahr-Feier 1971 nach Vorgaben vom Kreisarchivar des Landkreises Göppingen, Walter Ziegler, einem gebürtigen Süßener, dargestellt wurden, darunter die Deportation Süßener Juden. An die zwei jüdischen Familien Ottenheim und Lang wird auch mit Straßennamen erinnert.[4]Eine Beschreibung der einzelnen Stationen findet sich an der Rückseite der nahebei stehenden Bushaltestelle.
  • Gotische Ulrichskirche mit Turm mit Zwiebeldach aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Ölberg an der Nordfassade wurde früher der Ulmer Werkstatt Jörg Syrlins zugeschrieben, von der neueren Forschung jedoch als Werk der Bildhauerwerkstatt des Klosters Adelberg um 1510–1520 identifiziert. Die Arbeit trägt deutliche Züge der Werkstatt von Tilman Riemenschneider, wie besonders an der Behandlung der Haare erkennbar ist.
  • Alte Marienkirche, Kirchenbau der Gotik
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Neue Marienkirche), dem Expressionismus verpflichteter Bau von Otto Linder aus dem Jahren 1928–1929. Die 1971 übertünchte Ausmalung von Alois Schenk wurde 2006 wieder freigelegt.
  • Denkmal für den Dichter Johann Georg Fischer an der Heidenheimer Straße
  • Zehntscheuer
Datei:Süßen; Zehntscheuer.jpg

Umgebung

Datei:Staufeneck.jpg

Die umliegenden Höhenzüge und Wälder bieten Gelegenheit für Ausflüge zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit Aussichtspunkten über das Filstal, die schwäbische Alb und die hügelige Landschaft in Richtung Stuttgart. Die Burg Staufeneck, weithin sichtbar oberhalb der Stadt gelegen, ist binnen einer Stunde zu Fuß zu erreichen. Auch die Burg Ramsberg stellt ein nahe gelegenes Ausflugsziel dar.

Regelmäßige Veranstaltungen

Datei:Fasnetskistenrennen.jpg
  • Ostermarkt (Ostermontag, Veranstalter: Stadtverwaltung Süßen)
  • Süßener Kulturfrühling (1–2 Wochen im März oder April, Veranstalter: Jugendhaus, Kolping-Musikschule, Stadtbücherei und Volkshochschule)
  • Schützenfest (2. Juni-Wochenende, Veranstalter: Schützenverein Süßen)
  • Stadtfest (2. Juli-Wochenende, Veranstalter: Stadtverwaltung Süßen)
  • Kleinkunsttage in der Zehntscheuer (2. Novemberwoche, Veranstalter: Stadtverwaltung)
  • Weihnachtsmarkt (Samstag vor dem 2. Advent, Veranstalter: Beirat Süßener Vereine)

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2009 (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 300–301
  3. Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg Band 1 Seite 129; Herausgeber: Landesarchivdirektion Baden-Württemberg 1987 ISBN 3-8062-0801-8
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 91

Weblinks

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