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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Rems-Murr-Kreises Deutschlandkarte, Position des Rems-Murr-Kreises hervorgehoben
48.8302777777789.3169444444445
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Region: Stuttgart
Verwaltungssitz: Waiblingen
Fläche: 858,14 km²
Einwohner:

415.696 (31. Dez. 2009)[1]

Bevölkerungsdichte: 484 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WN
Kreisschlüssel: 08 1 19
Kreisgliederung: 31 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Alter Postplatz 10
71332 Waiblingen
Webpräsenz: www.rems-murr-kreis.de
Landrat: Johannes Fuchs
Lage des Rems-Murr-Kreises in Baden-Württemberg

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Der Rems-Murr-Kreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg mit Sitz in Waiblingen. Er entstand 1973 aus dem ehemaligen Landkreis Waiblingen, großen Teilen des ehemaligen Landkreises Backnang sowie einem kleineren Teil des ehemaligen Landkreises Schwäbisch Gmünd. Namensgeber sind die beiden Flüsse Rems und Murr, die das Relief des Kreisgebiets mit ihren Tälern und Seitentälern prägen.

Der Rems-Murr-Kreis gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart, er grenzt im Norden an den Landkreis Heilbronn und an den Landkreis Schwäbisch Hall, im Osten an den Ostalbkreis, im Süden an die Landkreise Göppingen und Esslingen sowie im Westen an die kreisfreie Stadt Stuttgart und den Landkreis Ludwigsburg.

Geographie

Die Siedlungs-Schwerpunkte des Kreises liegen im Westen des Landkreises, wo er mit dem Neckarbecken und der Backnanger Bucht an den Gäu-Landschaften Anteil hat, und im Remstal, das im Süden des Kreises von Ost nach West verläuft. Südlich des Remstals bilden die Höhen des Schurwalds die Kreisgrenze. Der zentrale und nördliche Teil des Landkreises gehört zum Schwäbisch-Fränkischen Wald, zu dem hier der Welzheimer Wald, der Murrhardter Wald sowie der Süden des Mainhardter Walds und der Löwensteiner Berge gehören. Die Waldgebiete werden unterbrochen durch die Täler der Murr, die das zentrale Tal im Norden des Landkreises bildet, der Wieslauf, der Lauter und des Buchenbachs. Zwischen Murr-, Rems- und Wieslauftal erhebt sich der Höhenzug Berglen. Im äußersten Westen reicht das Kreisgebiet bis ans rechte Ufer des Neckars (wenig oberhalb bzw. südlich der Remsmündung).

Die Liste der Orte im Rems-Murr-Kreis enthält die ungefähr 510 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Höfe und Wohnplätze) des Rems-Murr-Kreises im geographischen Sinne.

Geschichte

Der Rems-Murr-Kreis wurde durch die Kreisreform am 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurde der Altkreis Waiblingen mit dem größten Teil des Altkreises Backnang (KFZ-Kennzeichen BK) zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt. Ferner wurden auch einige Orte des Kreises Schwäbisch Gmünd eingegliedert. Die beiden Altkreise Waiblingen und Backnang gehen zurück auf die alten württembergischen Oberämter Waiblingen und Backnang, die schon zu Zeiten des Herzogtums Württemberg errichtet wurden. Im Laufe der Geschichte wurden sie mehrmals verändert und 1934/38 in die Landkreise Waiblingen und Backnang überführt. Damals nahm der Landkreis Waiblingen nahezu alle Gemeinden des Oberamts Schorndorf und viele Gemeinden des Oberamts Welzheim, der Landkreis Backnang viele Gemeinden der Oberämter Gaildorf, Marbach und Welzheim auf. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Rems-Murr-Kreis noch 31 Gemeinden, darunter acht Städte und hiervon wiederum sechs „Große Kreisstädte“ (Backnang, Fellbach, Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden). Größte Stadt ist Waiblingen, kleinste Gemeinde ist Spiegelberg.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 351.470
31. Dezember 1975 349.139
31. Dezember 1980 356.142
31. Dezember 1985 356.198
27. Mai 1987 ¹ 360.634
31. Dezember 1990 380.813
Datum Einwohnerzahlen
31. Dezember 1995 399.116
31. Dezember 2000 409.296
31. Dezember 2005 417.697
30. September 2006 417.805
30. Juni 2007 417.388

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Kreistag

Kreistagswahl im Rems-Murr-Kreis 2009
 %
30
20
10
0
29,59%
20,27%
17,54%
16,46%
11,20%
2,04%
1,46%
1,45%
</div>
Partei Wahlergebnis 2009 Wahlergebnis 2004 Sitze 2009 Sitze 2004
CDU 29,59 − 5,0 35,0 − 2,9 27 Sitze − 7 34 Sitze − 2
SPD 20,27 − 1,0 21,3 − 1,9 18 Sitze ± 0 18 Sitze − 2
FDP/DVP 17,54 + 2,2 15,3 − 1,6 15 Sitze + 2 13 Sitze − 1
FW 16,46 + 3,4 13,2 + 4,7 14 Sitze + 3 11 Sitze + 4
GRÜNE 11,20 + 1,0 10,2 + 1,8 10 Sitze + 1 9 Sitze + 2
ödp 2,04 + 0,2 1,8 + 0,2 1 Sitze ± 0 1 Sitze ± 0
REP 1,46 − 1,7 3,2 − 0,4 1 Sitze − 1 2 Sitze − 1
Die Linke 1,45 + 1,45 0,0 ± 0,0 1 Sitze + 1 0 Sitze ± 0
Gesamt 100,00 100,0 87 Sitze − 1 88 Sitze ± 0

Landrat

Die Landräte des Landkreises Backnang 1945–1972:

Die Landräte des Landkreises Waiblingen 1945–1972:

Die Landräte des Rems-Murr-Kreises seit 1973:

Wappen

Beschreibung: In Gold zwischen zwei schräglinken blauen Wellenleisten eine schräglinke schwarze Hirschstange

(Wappen-Verleihung 4. November 1974)

Bedeutung: Die Hirschstange steht für das Haus Württemberg, welches bereits seit dem 14. Jahrhundert den Großteil des heutigen Kreisgebiets beherrschte. Die beiden Wellenleisten symbolisieren die Flüsse Rems und Murr, welche dem Kreis den Namen gaben.

Siehe auch: Liste der Wappen im Rems-Murr-Kreis

Kreispartnerschaften

Der Rems-Murr-Kreis pflegt partnerschaftliche Beziehungen zum Landkreis Meißen in Sachsen (seit 1990), zum Komitat Baranya in Ungarn (seit 1991), zum Rayon und zur Stadt Dmitrow in Russland (seit 1991) und zur Stadt Southampton in Großbritannien (seit 1991).

Wirtschaft und Infrastruktur

Mit den Firmen Ericsson und Tesat-Spacecom befinden sich zwei Hochtechnologiefirmen in Backnang. Der internationale Hersteller von Motorsägen und Kleinmotorgeräten, die Andreas Stihl AG & Co. KG, hat sein Stammhaus in Waiblingen-Neustadt. Die Robert Bosch GmbH hat zwei Werke in Waiblingen (für Kunststofftechnik und Verpackungstechnik) sowie eines in Murrhardt. Schorndorf ist der Stammsitz des inzwischen von der amerikanischen Firma Whirlpool übernommenen Hausgeräteherstellers Bauknecht. Winnenden ist Sitz des Reinigungsgeräteherstellers Kärcher.

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führt keine Bundesautobahn, da Planungen für eine Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn (A 45) und eine Bundesautobahn 85 aufgegeben worden sind. Die A 81 StuttgartWürzburg führt nur wenige Kilometer westlich des Kreisgebietes vorbei. Die wichtigsten Straßen im Kreis sind die im Kreisgebiet durchgehend vierspurig ausgebaute B 29 Waiblingen–Aalen sowie die B 14 Stuttgart–Schwäbisch Hall, die bis zur Anschlussstelle Nellmersbach vierspurig ausgebaut ist. Ein weiterer Ausbau der B 14 bis Backnang ist vorgesehen.

Datei:Bahnstreckennetz LK Rems-Murr-2.svg

Der Landkreis ist an das Netz der S-Bahn Stuttgart angeschlossen. Die Linie S2 führt von Stuttgart über Fellbach/Waiblingen nach Schorndorf. Diese Strecke wird zugleich von der Remsbahn benutzt, die über die Kreisgrenze hinaus bis Aalen führt, durchgehend zweigleisig elektrifiziert ist und regelmäßig von Zügen der Intercity-Linie Karlsruhe–Nürnberg befahren wird. Sie halten allerdings nur vereinzelt im Kreisgebiet, und zwar am Bahnhof Schorndorf. Dort zweigt auch die von der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) betriebene Wieslauftalbahn nach Rudersberg ab.

Die Linie S3 führt ebenfalls über Fellbach/Waiblingen nach Backnang. Diese Linie ist Teil der Murrbahn, die weiter nach Schwäbisch Hall-Hessental führt. Von Backnang aus führt als eingleisiger Zweig die Bahnstrecke Backnang–Ludwigsburg als RegionalBahn-Linie 31 zum Endpunkt der S-Bahn Linie S4 in Marbach am Neckar. Die Fortführung der S4 als S40 über Marbach hinaus nach Backnang ist in Planung und soll bis Herbst 2012 fertiggestellt werden. Die Murrbahn wurde erst in den 1990er Jahren elektrifiziert. Sie stellt die kürzeste Verbindung von Stuttgart nach Nürnberg dar.

Die Stadt Fellbach ist ferner durch die Stadtbahnlinie U1 mit Stuttgart-Mitte verbunden.

Kreiseinrichtungen

Schulen

Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Gewerbliche Schule Backnang, Eduard-Breuninger-Schule Backnang (Kaufmännische Schule), Anna-Haag-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Backnang, Grafenberg-Schule Schorndorf (Gewerbliche Schule), Johann-Philipp-Palm-Schule Schorndorf (Kaufmännische Schule), Gewerbliche Schule Waiblingen, Kaufmännische Schule Waiblingen und Maria-Merian-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Waiblingen, ferner der Schulen für Geistig- und Körperbehinderte jeweils mit Schulkindergarten in Fellbach-Schmiden (Fröbelschule), Murrhardt (Bodelschwinghschule) und Schorndorf (Fröbelschule), der Christian-Morgenstern-Schule für Sprachbehinderte mit Schulkindergärten in Waiblingen, Schorndorf und Sulzbach an der Murr und der Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung Waiblingen.

Krankenhäuser

Der Rems-Murr-Kreis ist auch Gesellschafter der Rems-Murr-Kliniken gGmbH mit Kliniken in Backnang, Schorndorf und Waiblingen. Weitere Kliniken sind das Zentrum für Psychiatrie Winnenden (Anstalt des öffentlichen Rechts), die Geriatrische Reha-Klinik Bethel Welzheim sowie die beiden privaten Kliniken Central Klinik Waiblingen GmbH und Fachklinik zur Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit Wilhelmsheim in Oppenweiler.

Umwandlung der Krankenhäuser in eine gGmbH und Neubau

Am 14. Juli 2008 hat der Kreistag beschlossen, die bisher als Eigenbetrieb geführten drei Krankenhäuser in Waiblingen, Backnang und Schorndorf künftig in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH zu betreiben. Auf derselben Sitzung beschloss der Kreistag das bisher größte Investitionsvorhaben in der Geschichte des Landkreises: den Neubau des Kreiskrankenhauses in Winnenden.[2] Die Kosten sollen sich auf rund 266 Millionen Euro belaufen. Mit der Eröffnung des Kreiskrankenhauses in Winnenden, die für Februar 2013 geplant ist, werden die Krankenhäuser in Waiblingen und Backnang geschlossen. Das Schorndorfer Krankenhaus bleibt bestehen.

Sonstiges

Zur Pflege der Naturdenkmäler im Kreis unterhält das Landratsamt, als eines der wenigen in Deutschland, einen eigenen Landschaftspflegetrupp, bestehend aus einem hauptamtlichen Mitarbeiter und vier Zivildienstleistenden.

Am 23. September 2008 erhielt der Kreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2009[3])

Städte

  1. Backnang (35.415)
  2. Fellbach (44.354)
  3. Murrhardt (13.968)
  4. Schorndorf (39.372)
  5. Waiblingen (52.776)
  6. Weinstadt (26.444)
  7. Welzheim (11.059)
  8. Winnenden (27.504)

Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Backnang mit den Gemeinden Allmersbach im Tal, Althütte, Aspach, Auenwald, Burgstetten, Kirchberg an der Murr, Oppenweiler und Weissach im Tal
  2. Gemeindeverwaltungsverband Plüderhausen-Urbach mit Sitz in Plüderhausen; Mitgliedsgemeinden: Plüderhausen und Urbach
  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Schorndorf mit der Gemeinde Winterbach
  4. Gemeindeverwaltungsverband Sulzbach mit Sitz in Sulzbach an der Murr; Mitgliedsgemeinden: Großerlach, Spiegelberg und Sulzbach an der Murr
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Welzheim mit der Gemeinde Kaisersbach
  6. Gemeindeverwaltungsverband Winnenden mit Sitz in Winnenden; Mitgliedsgemeinden: Stadt Winnenden und Gemeinden Leutenbach und Schwaikheim

Gemeinden

  1. Alfdorf (7136)
  2. Allmersbach im Tal (4770)
  3. Althütte (4124)
  4. Aspach (8286)
  5. Auenwald (6925)
  6. Berglen (6059)
  7. Burgstetten (3418)
  8. Großerlach (2491)
  9. Kaisersbach (2650)
  10. Kernen im Remstal (15.314)
  11. Kirchberg an der Murr (3722)
  12. Korb (10.401)
  13. Leutenbach (10.823)
  14. Oppenweiler (4140)
  15. Plüderhausen (9377)
  16. Remshalden (13.396)
  17. Rudersberg (11.436)
  18. Schwaikheim (9373)
  19. Spiegelberg (2174)
  20. Sulzbach an der Murr (5367)
  21. Urbach (8612)
  22. Weissach im Tal (7096)
  23. Winterbach (7714)

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Literatur

  • Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band III: Regierungsbezirk Stuttgart – Regionalverband Mittlerer Neckar, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2.

Weblinks

Commons-logo.svg <Lang> Commons: Rems-Murr-Kreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Portal.svg Portal:Rems-Murr-Kreis – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rems-Murr-Kreis

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2009 (Hilfe dazu)
  2. http://www.waiblinger-kreiszeitung.de/indexWN.php?&kat=347&artikel=48 Kreistag beschließt Krankenhausneubau in Winnenden
  3. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2009

als:Rems-Murr-Kreis en:Rems-Murr-Kreis eo:Distrikto Rems-Murr fr:Arrondissement de Rems-Murr hr:Rems-Murr-Kreis id:Rems-Murr-Kreis it:Rems-Murr-Kreis lmo:Rems-Murr (circundari) nl:Rems-Murr no:Rems-Murr pl:Powiat Rems-Murr pt:Rems-Murr-Kreis ru:Ремс-Мур (район) sk:Rems-Murr (krajinský okres) sv:Rems-Murr-Kreis vi:Rems-Murr-Kreis war:Rems-Murr-Kreis zh:雷姆斯-穆尔县

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