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Rehnenhof-Wetzgau
Koordinaten: 48° 49′ N, 9° 47′ O48.8161111111119.7783333333333Koordinaten: 48° 48′ 58″ N, 9° 46′ 42″ O
Einwohner: 4.000 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1938

Rehnenhof-Wetzgau ist ein Stadtteil von Schwäbisch Gmünd.

Geschichte

Das Dorf Wetzgau wurde unter staufischer Herrschaft 1266 erstmals urkundlich erwähnt. Doch schon die Römer hinterließen im Bereich des heutigen Stadtteils Rehnenhof-Wetzgau ihre Spuren. So zog sich zwischen 150 und 260 n. Chr. die römische Grenzbefestigung Limes durchs nahe Taubental und quer durch die heutige Rehnenhofsiedlung, um das Reich gegen die Alemannen zu schützen.

1382 ist in einer Urkunde von einem Gothus zu Wegschain die Rede. Gemeint war die alte Pfarrkirche. Das baufällige Kirchlein wurde abgerissen und 1447 durch ein neues Gotteshaus ersetzt, die Kolomankirche. In diesem prächtigen gotischen Bauwerk sind noch Reste der romanischen Bausubstanz zu erkennen. Rundherum gruppieren sich die Bauernhöfe und Wohnhäuser von Alt-Wetzgau. Besucher des Ortskerns können noch nachempfinden, welche Bedeutung die Kolomankirche für die Dorfbewohner hatte. Hinter ihren Mauern suchten die Menschen nicht nur Gottes Hilfe und seelsorgerischen Zuspruch, sondern in Kriegszeiten auch Schutz und gemeinsame Verteidigung.

1634 wurde das Dorf von schwedischen Truppen besetzt und geplündert. Viele Gebäude wurden zerstört. Der Turm der Kolomankirche wurde 1675 wieder aufgebaut. 1803 kam Wetzgau zu Württemberg. 1938 folgt die Eingemeindung nach Schwäbisch Gmünd. Bereits 1937 hatte die Besiedlung des Rehnenhofs begonnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich Einwohner und Heimatvertriebene zu einer Baugemeinschaft zusammen. Die wachsende Siedlung erhielt 1952 eine Schule. 1953 wurde die Martin-Luther-Kirche errichtet, 1960 folgt der Bau der Maria-Königin-Kirche. Die drei Kirchen bilden heute auf den Ortsbegrüßungstafeln die Wahrzeichen des zusammengewachsenen Stadtteils. Die Kolomankirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm haben jedoch alle Bürger des Stadtteils als historisches Herzstück ihres Ortes vor Augen. Einst trafen sich am Kolomanfest am Pfingstmontag hunderte von Reitern, um im feierlichen Zug von den Kolomanslinden nach Wetzgau zu ziehen.

Zu Zeiten der Atomraketenstationierung und Proteste im nahen Mutlangen, war Wetzgau durch das hinter dem Wald „Laichle“ zeitweise errichtete Friedenscamp bekannt geworden.

Gegenwart

Heute hat Rehnenhof-Wetzgau rund 4000 Einwohner. Bekannt wurde Wetzgau in sportlicher Hinsicht durch den TV Wetzgau, der in den Sportarten Kunstturnen, Karate und Gewichtheben überregional bis international erfolgreich ist[1]. Wetzgau beherbergt deren Turnhalle, das Waldstadion und eine Miniramp für Skateboarder hinter dem Stadion.

Weblinks

Quellen

  1. Homepage des TV Wetzgau

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