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Otto Wahl SDB (* 16. Mai 1932 in Schwäbisch Gmünd) ist ein deutscher Salesianer Don Boscos, römisch-katholischer Geistlicher, Alttestamentler und langjähriger Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern.

Leben

Otto Hermann Josef Wahl wurde als Sohn des Münstermesners Johann Josef Wahl und dessen Frau Luzia, geborener Mundel, in Schwäbisch Gmünd als jüngstes von fünf Kindern geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und der Hindenburg-Oberschule für Jungen in Schwäbisch Gmünd wechselte Otto Wahl 1948 an das Gymnasium der Salesianer Don Bosco in Benediktbeuern. 1953 legte er sein Abitur am Wilhelms-Gymnasium in München ab. Seine Gymnasialzeit wurde 1950 bis 1951 durch sein Noviziat und seine erste Profess in Ensdorf unterbrochen. Nach dem Abitur folgte bis 1959 ein philosophisch-theologisches Studium in Benediktbeuern, auf das er bis 1965 ein Spezialstudium Altes Testament in Würzburg aufbaut, das er mit der Promotion zum Dr. theol. an der Universität Würzburg bei Joseph Ziegler abschloss. Nach Ende des Studiums in Benediktbeuern wurde er dort am 29. Juni 1959 zum Priester geweiht.

Nach seiner Promotion kehrte Otto Wahl nach Benediktbeuern zurück, wo er seine Lehrtätigkeit als Dozent im Alten Testament aufnahm. Seit seiner Habilitation 1975 an der Theologischen Fakultät St. Georgen unter Norbert Lohfink ist er Professor an der PTH Benediktbeuern. Seit 2000 ist er auf seinem Lehrstuhl für Altes Testament und Biblische Einleitungswissenschaft entpflichtet und übernimmt Lehrstuhlvertretungen.

Leistungen

Neben seinen Aufgabenschwerpunkten alttestamentliche Textkritik, die theologischen Aussagen des Alten Testaments als die Botschaft des Alten Testaments für uns heute, die Psalmen, das Buch Jesaja, Salesianische Geschichte von Benediktbeuern, in denen er mit zahlreichen Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen tätig war, hat er vor allem große Verdienste für die PTH Benediktbeuern geleistet: So hat er in seiner Zeit als Rektor der Hochschule 1981 die staatliche Anerkennung, 1990 das staatliche Promotionsrecht, 1992 das kirchliche Promotionsrecht und den Titel einer Theologischen Fakultät, 2000 das Habilitationsrecht erarbeitet. Es war ihm stets ein besonderes Anliegen, das Profil seiner Hochschule im Hinblick auf die Jugendpastoral und die Christliche Umweltethik zu schärfen. Doch setzte er sich auch für eine enge Kooperation mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule München ein. So ist ein Resultat dieser Bemühungen die bundesweit einmalige Möglichkeit, in Benediktbeuern ein „Doppelstudium“ in Katholischer Theologie und Sozialer Arbeit zu absolvieren.

Er hat maßgeblich die Theologische Studienanstalt für den salesianischen Ordensnachwuchs zu einer Theologischen Fakultät entwickelt, die auch für Laien offensteht, und die in der Hochschullandschaft Deutschlands einen Namen hat.

Otto Wahl hat sich aber neben seinem Amt als Rektor der PTH Benediktbeuern auch noch in weiteren Ämtern verdient gemacht, so zum Beispiel als Mitglied des Kuratoriums Katholischen Stiftungsfachhochschule München-Benediktbeuern, oder als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des katholischen Bibelwerkes Stuttgart sowie als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ordenshochschulen.

Für seine Verdienste wurde er unter anderem 1984 zum Geistlichen Rat des Bistums Augsburg ernannt und erhielt 1994 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Schriften

Autor

  • Die Prophetenzitate der Sacra Parallela in ihrem Verhältnis zur Septuaginta – Textüberlieferung (Studien zum Alten und Neuen Testament XLLL/1.2, Kösel München 1965 (= Dissertation), 1162 S.
  • Der Sirach-Text der Sacra-Parallela (Forschung zur Bibel 16), Echter Würzburg 1974 (= Habilitationsschrift), 172 S.
  • Zentrale Themen des Alten Testaments. Auer Donauwörth 1981, 197 S.
  • Der Proverbien- und Kohelet-Text der Sacra Parallela (Forschung zur Bibel 51) Echter Würzburg 1985, 175 S.
  • Pastorale Liebe und Animation als gestaltende Kräfte salesianischer Wirksamkeit (Schriftenreihe zur Pflege salesianischer Spiritualität 18. Folge), Salesianerdruckerei Ensdorf 1986, 44 S. (Auszug italienisch: Quaderni di spiritualitá salesiana 5, Rom 1989, S. 21–40 und Parola di Dio e spirito salesiano, Torino – Leumann 1996, S.261–273)
  • Lieder der Befreiten. Psalmen heute beten, Don Bosco München 1989, 142 S.
  • Das Prophetische bei Don Bosco (Lebensgestaltung aus dem Geist des heiligen Don Bosco 25. Folge), Salesianerdruckerei Ensdorf 1989, 48 S. (Nachdruck italienisch: Parola di Dio e carisma salesiano, Associazione Biblica Salesiana Rom 1989, S.41–77)
  • Die Bücher Micha, Obadja und Haggai (Geistliche Schriftlesung AT 12), Patmos Düsseldorf 1990, 230 S.
  • Die Sacra-Parallela-Zitate aus den Büchern Josua, Richter,1/2, Samuel, 3/4 Könige sowie 1/2 Chronik (Abhandlungen d. Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-historische Klasse. Dritte Folge, Bd. 255 = Mitteilungen des LXX-Unternehmens XXIX), Vandenhoeck & Ruprecht Göttingen 2004, 157 S.
  • Drei Beiträge zur Geschichte der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos Benediktbeuern – Theologische Fakultät – 1931–2005 (Manuskript), Benediktbeuern 2007, III und 43 S.

Herausgeberschaften

  • mit Ehrenfried Schulz: Unsere Hoffnung – Gottes Wort. Die atl. Lesungen.
    • Lesejahr C, Knecht Frankfurt a. M.1994
    • Lesejahr A, Knecht Frankfurt a. M. 1995
    • Lesejahr B. Knecht Frankfurt a. M. 1996
    • Sonn- und Festtage. Besondere Fest- und Gedenktage, Knecht Frankfurt a. M., 1997
  • Verzeichnus der Heilligtumber welche bey dißem Kloster Benediktbeyrn aufbehalten und verehrt werden. Index SS. Reliquiarum (Benediktbeurer Hochschulschriften Bd.18), Don Bosco München 2002, 52 S.
  • P. Konrad Reuß: Kriegsrundbriefe an die Soldatenmitbrüder des Hauses Benediktbeuern aus den Jahren 1941–1945 (Manuskript), Benediktbeuern 2003, 50 S.
  • P. Johannes Lechermann SDB: Kurzes Lebensbild des H. H. Direktors Georg Ring SDB (1879–1932) (Manuskript), Benediktbeuern 2003, 97 S.
  • P. Karl Mindera SDB: Benediktbeuerns Stellung in der bayrischen Kunst. Referat zur Akademie am Fest des hl. Thomas am 6. März 1938 (Manuskript), Benediktbeuern 2007, IV und 18 S.

Weblinks

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