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Burg Schenkenstein

Burg Schenkenstein – Gesamtansicht aus dem Tal

Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Aufhausen
Geographische Lage 48° 51′ 21″ N, 10° 19′ 9″ O48.85583333333310.319166666667Koordinaten: 48° 51′ 21″ N, 10° 19′ 9″ O
Burg Schenkenstein (Baden-Württemberg)
Burg Schenkenstein
Datei:Burg Schenkenstein 2.jpg

Die Burg Schenkenstein ist eine hochmittelalterliche Burgruine über dem Bopfinger Ortsteil Aufhausen im Ostalbkreis in Baden-Württemberg.

Lage

Die Ruine liegt auf dem so genannten Schlossberg. Der Schenkenstein liegt am Ende eines etwa 100 m langen, felsigen Sporns des Schlossberges.

Geschichte

Der Schenkenstein war der Sitz einer edelfreien Familie von Stein (de Lapide). Ein Konrad von Stein erscheint 1138 bis 1152 in verschiedenen Urkunden. Die Stein verkauften die Veste um 1230 an den Augsburger Bischof Hartmann Graf von Dillingen. Bereits 1263 fiel die Herrschaft jedoch wieder zurück an die Verkäufer und kam anschließend an die Grafen von Oettingen.

Die Oettinger setzten das Dienstmannengeschlecht der Schenken von Ehringen auf die Burg. Diese Familie benannte sich anschließend nach dem neuen Lehen. Georg Schenk von Stein öffnete die Burg 1410 der Reichsstadt Nördlingen gegen die Zahlung von 200 fl. Im Bauernkrieg (1525) erstürmten die Aufständischen den Schenkenstein, der danach unbewohnbar war und verlassen wurde. Die Familie der Schenken von Stein ist 1902 mit Max von Stein in Südtirol erloschen. 1931 kam die Burgruine als Geschenk des Fürsten Eugen von Oettingen-Wallerstein an die Gemeinde Aufhausen.

Anlage

Von der einstigen Burganlage haben sich noch der Bergfried und einige Mauerreste erhalten. Drei Abschnittsgräben vor der Burg sind heute meist verfüllt.

Hinter dem letzten Graben führt der Torweg an einer Felsrippe vorbei zum ehemaligen Tor. Dahinter liegt – etwas erhöht – die Hauptburg, der im Westen eine Terrasse oder ein Zwinger vorgelagert ist. Die polygonale Kernburg (ca. 30 m × 38 m) wurde von einer Ringmauer umschlossen, von der sich nur Reste erhalten haben. In der Mitte erhebt sich der runde Bergfried, südlich war der Palas an die Ringmauer angebaut. Hinter der Kernburg lag die Unterburg. Das Gelände ist terrassenförmig abgestuft, von der ehemaligen Bebauung zeugen noch Schuttwälle und Mauerreste.

Die Außenwand des Palas ist noch etwa 4 m hoch und auf 7 m Länge erhalten. Der anschließende Felsblock musste waagrecht abgearbeitet werden, um Raum für den Wohnbau zu schaffen. Vom aufgehenden Mauerwerk sind nur noch Reste am Felsrand zu erkennen. Die Verblendung des Bergfriedes wurde in den letzten Jahrzehnten teilweise wieder aufgemauert. Die originale Mauerschale ist noch im Norden und Osten vorhanden, die Ergänzungen sind deutlich vom alten Bestand unterscheidbar. Im oberen Drittel des Rundturmes liegt das Füllmauerwerk frei. Der Turm ist noch etwa 16 m hoch, der rundbogige Hocheingang liegt im Südwesten. Der Innenraum ist quadratisch (ca. 3 m × 3 m), der Durchmesser beträgt ungefähr 8 m.

Unterhalb der Ruine liegt der jüdische Friedhof, der wohl bereits im 16. Jahrhundert angelegt wurde. Heute sind noch 363 Grabsteine vorhanden. Die letzte Beisetzung erfolgte 1940. Heute ist talabwärts der christliche Friedhof angefügt, das ganze kurze Waldtal dient als Begräbnisstätte.

Literatur

  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 6 · Ostalb. Wandern und entdecken zwischen Ulm, Aalen und Donauwörth. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1995. ISBN 3-924489-74-2

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