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Ruine Limburg

Die Limburg. Ansicht von Richtung Neidlingen kommend

Entstehungszeit: um 1060
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ständische Stellung: Adlige, Grafen
Ort: Weilheim an der Teck
Geographische Lage 48° 36′ 15″ N, 9° 32′ 11″ O48.6041666666679.5363888888889598Koordinaten: 48° 36′ 15″ N, 9° 32′ 11″ O
Höhe: 598 m ü. NN
Ruine Limburg (Baden-Württemberg)
Ruine Limburg

Die Ruine Limburg ist eine Burgruine bei der Stadt Weilheim an der Teck im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.

Lage

Die Ruine der Höhenburg befindet sich auf dem Gipfel des 598 Meter über Normalnull reichenden Limburg, des Hausbergs der Stadt Weilheim an der Teck, einem kegelförmigen Zeugenberg vulkanischen Ursprungs, nördlich des Albtraufs und im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb.

Es sind fast keine Bestandteile der Ruine mehr vorhanden.

Geschichte

Die um 1060 von Graf Berthold I. von Zähringen erbaute Hügelburg wird erstmals 1077 erwähnt. Sie gilt als die Stammburg des durch den Erbauer begründeten Geschlechts der Zähringer. Um 1100 verlegten die Zähringer ihren Hauptsitz auf die neue Burg Zähringen im Breisgau und nannten sich nun nicht mehr „Graf von Lintburg“/„Markgraf von Lintburg“, sondern Zähringer. Die Limburg wurde vermutlich im Investiturstreit zerstört, wieder aufgebaut und von Vasallen der Zähringer aus dem niederen Weilheimer Adel bewohnt. Um 1130 wurde sie vermutlich aufs Neue zerstört und noch einmal wiederaufgebaut. Erst 1150, als die Zähringer die stärkere Burg Teck bauten, verlor sie ihre Bedeutung und fiel gemeinsam mit der Burg Teck an Adalbert, den Begründer der Herzöge von Teck. Sie wurde aufgegeben und nach ihrem Verfall wurde im 15. Jahrhundert auf dem Gipfelplateau die „Michaelskapelle“ errichtet.

Anlage

Die einstige Burganlage hatte eine durch Graben in einen nördlichen und südlichen Abschnitt geteilte, ovale Hauptburg. Der Bergfried hatte mit 8 mal 8 Metern eine nahezu quadratische Grundfläche.

Die später errichtete Kapelle befand sich im nördlichen Bereich der ehemaligen Kernburg. Von ihr erhielten sich ebenfalls nur Mauerreste.

Drachensage

Um die Limburg rankt sich die Sage eines gefräßigen Drachens, sie ist bekannt als „Der Drache auf der Limburg“. Danach hauste der riesige Drache in einem Felsenloch auf der Limburg und fraß auf seinen Beutezügen die Bewohner in der Umgebung auf. Von der dauernden Todesgefahr mürbe, zogen viele Menschen weit weg von der Limburg. Als der Kaiser von diesem Unglück hörte und kein Ritter bereit war, den schrecklichen Drachen zu töten, befahl er, jeden Tag per Los zwei Menschen als Opfer zu bestimmen, um den Drachen zu besänftigen. Eines Tages traf das Los die schöne Tochter des Kaisers. Und obwohl der Kaiser große Macht hatte, konnte er ihr nicht helfen und seinen vorher gegebenen Befehl aufheben. Im Land kehrte große Trauer ein. Als das Mädchen aber geopfert werden sollte, eilte ein fremder Ritter auf einem Schimmel herbei. Nach einem langen Kampf gelang es dem Ritter, mit seiner Lanze das Herz des Drachens zu treffen und diesen zu töten. Das Volk brach in Jubel aus und ehe die Menschen sich fragten, wer dieser Ritter sei, verschwand dieser in aller Stille. Nie erfuhren sie, wer dieser Ritter war; die einen sagen, es wäre der Heilige Georg gewesen, die anderen meinen, der Erzengel Gabriel hätte die Menschen befreit. Aus Dankbarkeit bauten die Menschen dem Ritter zu Ehren eine Kapelle auf dem Gipfel der Limburg.

Literatur

  • Manfred Waßner u. a., Die Geschichte der Stadt an der Limburg. Weilheim an der Teck 2007, ISBN 978-3-00-021110-2;
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 4: Alb Mitte-Nord – Wandern und entdecken zwischen Aichelberg und Reutlingen. Verlag Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1991, ISBN 3-924489-58-0, S. 85-90;
  • Max Miller, Gerhard Taddey: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6. Baden-Württemberg. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1965;
  • Manfred Wetzel, Joachim Burzik: Aus uralter Zeit. Schwabenverlag, Ostfildern 1984, ISBN 3-7966-0597-4;
  • Prof. Dr. Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen, Band I, 1950, S. 185–287;

Weblinks

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