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Grabstein Adolph Untersee

Grabstein auf dem Leonhardsfriedhof in Schwäbisch Gmünd.

Adolph Untersee (in neuerer Literatur oftmals Adolf) (* 26. November 1842 in Schwäbisch Gmünd, † 29. November 1893 ebenda) war ab 1878 bis zu seinem Tod Stadtschultheiß der Stadt Gmünd. Im Jahre 1886 erhielt er als erstes Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister.

Leben

Adolph Untersee war der Sohn des Goldschmieds Josef Untersee und wuchs in der heutigen Klösterlestraße 6 auf. Er hatte einen Bruder, Johann Untersee. Die beiden Brüder verkauften das Anwesen im Jahre 1874.

Untersee studierte Rechtswissenschaften und war zunächst im Staatsdienst beschäftigt. 1872 ließ er sich in Gmünd als Rechtsanwalt nieder und wurde dort 1877 zum Stadtschultheißen (später Oberbürgermeister) gewählt.

1891 wurde sein Wohnhaus in der Parlerstraße 29 von Stadtbaumeister Eduard Franz fertiggestellt.[1]

Völlig überraschend starb er 1893, nur wenige Tage nach seinem Geburtstag, im Alter von 51 Jahren. Untersee wurde auf dem Leonhardsfriedhof an der Westmauer beigesetzt.[2] Sein Grab wurde nach 2005 aufgelöst, der Grabobelisk aus schwarzem Marmor verblieb als Kunstdenkmal auf dem Friedhof.

Untersee stand der katholischen Seite nahe und galt als sehr beliebt.

Amtszeit

In seine Amtszeit fiel die Kanalisierung der Stadt, die Regulierung alter und das Anlegen neuer Straßen. Ferner wurden zwei neue Schulhäuser errichtet, die Stadtpfarrkirche restauriert. Die Fortbildungsschule wurde erweitert und ein Neubau für das Waisenhaus errichtet. Ferner erwarb die Stadt das Gaswerk.

Untersee bereitete er die Projekte der Wasserleitung und der Regulierung der Ledergasse vor.

Ab 1876 bis zu seinem Tode vertrat Untersee das Oberamt Laupheim als Landtagsabgeordneter in den Württembergischen Landständen.

Ehrungen

1886 wurde Untersee, als erstes Gmünder Stadtoberhaupt überhaupt, von König Karl I. zum Oberbürgermeister ernannt. Zudem wurde ihm der Friedrichsorden, I. Klasse verliehen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Richard Strobel: „Die Kunstdenkmäler der Stadt Schwäbisch Gmünd. Band III: Profanbauten der Altstadt ohne Stadtbefestigung“, Seite 307, München und Berlin 1995, Deutscher Kunstverlag und Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, ISBN 3-422-00570-2
  2. Richard Strobel: „Die Kunstdenkmäler der Stadt Schwäbisch Gmünd. Band IV: Kirchen und Profanbauten außerhalb der Altstadt / Ortsteile“, Seite 100, München und Berlin 2003, Deutscher Kunstverlag und Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, ISBN 3-422-06381-1

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